Nach 17 Jahren wieder in Bad Kreuznach: 61. Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ bei Allit AG Kunststofftechnik

24.02.2026

Pressemitteilung von Norbert Krupp

Bad Kreuznach. 31 junge Forscherteams beteiligten sich mit ihren Projekten am 61. Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“, der erstmals in den Räumen der Allit AG Kunststofftechnik in Bad Kreuznach durchgeführt wurde. Als Höhepunkte schlossen sich abends im Kurhaus die Bekanntgabe der Ergebnisse und die Siegerehrung der Forscherinnen und Forscher an, die nun am Landeswettbewerb von Jugend forscht“ teilnehmen dürfen. Dieser wird vom 17. bis 19. März bei BASF in Ludwigshafen sowie vom 23. bis 24. April bei Boehringer Ingelheim ausgetragen.

 

In der Sparte „Jugend forscht junior“, die für Schüler bis 14 Jahren angelegt ist, ermittelte die 24-köpfige Jury folgende Sieger: Im Fachgebiet „Arbeitswelt“ glänzten Leo Weinand (14) und Samuel Kochan (13) vom Herzog-Johann-Gymnasium in Simmern mit einer 3D-Visualisierung des schuleigenen Regenwasserspeichers. Flora Weinmann (10) und Mia Becker (12)vom Gymnasium an der Stadtmauer in Bad Kreuznach beeindruckten im Fach „Biologie“ mit ihrem ECO-Ball, einem biologisch abbaubaren Springball aus Flohsamen. Julian Ellenberger (12) und Zoe Wingenter (11) von der IGS Kandel analysierten im Fach „Physik“ ein physikalisches Phänomen mit Kordel und Tasse. Amalia Busch (13) und Max Pirotte (14) vom Regino-Gymnasium in Prüm führten im Fach „Chemie“ photometrische Untersuchungen von Indikatorfarbstoffen durch. Isabell Simon (14) von der Hildegardisschule in Bingen wurde für den von ihr entwickelten Glasflaschen-Sortierer im Fach „Technik“ ausgezeichnet.

 

In der Sparte „Jugend forscht“ für junge Leute zwischen 15 und 21 Jahren siegten drei Projekte: Einen Rauchwarnmelder, der auch tief schlafende Kinder zuverlässig wecken kann, präsentierten Jonathan Kammerlander (15) und sein Bruder Leopold Kammerlander (12) vom Max-von-Laue-Gymnasium in Koblenz im Fach „Arbeitswelt“. Wie man Mikroplastik aus Wasser entfernen kann, zeigten Valeria Foggia (15) und Jana Brantzen (14) von der Maria-Ward-Schule in Mainz im Fach „Chemie“. Im Fach „Mathematik/Informatik“ perfektionierte Alexander Steinbrück (18) vom Europa-Gymnasium Wörth am Rhein eine App zur Anwesenheitserfassung und ein Programm zum Unterrichtsmanagement.

 

„Wow, was haben wir heute einen interessanten Tag erleben dürfen. Euer Wissendurst, eure Beharrlichkeit, eure Konsequenz und euer Durchhaltevermögen haben uns sehr beeindruckt“, erklärte Jochen Kallinowsky, der als Vorstandsvorsitzender des Partnerunternehmens Allit AG Kunststofftechnik als Gastgeber fungierte. Er dankte Studiendirektorin Hellen Ossmann, die schon seit 26 Jahren den Regionalwettbwerb organisiert und leitet, sowie Mario Heim, der als Projektbeauftragter der Allit AG den Wettbewerb im Unternehmen mit vielen Aktiven organisierte. Kallinowskys Dank galt auch den 24 Juroren und allen Betreuern der Schülerinnen und Schüler – verbunden mit der Hoffnung, dass sich am Regionalwettbewerb im nächsten Jahr auch Forscherteams weiterer Schulen beteiligen werden, um das Interesse an MINT-Fächern zu fördern. In diesem Jahr war aus dem Kreis Bad Kreuznach ausschließlich das Gymnasium an der Stadtmauer beteiligt – aber gleich mit sechs Projekten! Außerdem gestaltete sein Vokalensemble „Stama Cantat“ unter Leitung von Tobias Theisen den musikalischen Rahmen der Feier.

 

„Hüten wir uns vor Politikern, die über die Köpfe der Wissenschaft hinweg bestimmen und entscheiden, was die Wahrheit ist. Aber die Wahrheit liegt in dem, was ihr durch wissenschaftliche Erkenntnis feststellt und hervorbringt“, konstatierte Dr. Walther Neussel, der Aufsichtsratsvorsitzende der Allit AG, der sich am Forschergeist der Teilnehmer erfreute: „Der Optimismus in die Jugend – er lebt!“ Neussel hatte die Patenschaft des Unternehmens für den Wettbewerb angeregt.

 

Über die Durchführung des Regionalwettbewerbs in Bad Kreuznach freuten sich auch Oberbürgermeister Emanuel Letz, Zweite Kreisbeigeordnete Andrea Silvestri und Anna Helbling von der Stiftung Jugend forscht e.V. in Hamburg. Thomas Barth, Landrat des Kreises Mainz-Bingen, übermittelte seine Glückwünsche per Video-Botschaft.